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Dinosaurier im Hobbyraum

Dinosaurier im Hobbyraum – Jurassic Park
Jurassic Park

Zwischen zwei Gleissträngen steht ein grauer Schreitroboter, im Sitz ein Fahrer mit Helm, und ein Stück dahinter fängt der Dschungel an. So sieht der Hobbyraum aus, wenn die Anlage für ein paar Tage einer anderen Idee gehört. Fotografiert habe ich die Szene an zwei Tagen im Juli 2025, hinterher lagen 76 Bilder auf der Karte.

Aufbauen heisst vor allem umräumen

Die Gleise liegen fest, der Schotter auch. Alles andere muss dazwischen: Felsbrocken, Palmwedel, Farne, Saurier zwischen den Schwellen, eine Holzhütte mit Plattform, auf der zwei Forscher mit breiten Hüten stehen und in den Wald schauen. Das dauert ein paar Abende, und der grössere Teil davon geht für Dinge drauf, die später niemand sieht — etwas unterlegen, damit ein Fels waagrecht steht, ein Kabel verstecken, einen Dino so drehen, dass er nicht wie ein Spielzeug im Regal in die Kamera schaut.

Am schwierigsten sind die Übergänge. Der grosse grüne Fels im Vordergrund wirkt von vorne wie Landschaft; von der Seite sieht man sofort, wo er aufhört. Man baut also nicht eine Szene, sondern eine Szene für einen bestimmten Standpunkt. Alles, was zwei Schritte daneben zusammenfällt, ist trotzdem richtig gebaut, solange die Kamera dort steht, wo sie stehen soll.

Das Licht ist das eigentliche Thema

Über der Anlage hängen farbige Lichterketten, blau, türkis, magenta, dazu warmes Licht aus dem Regal im Hintergrund. Für das Auge ist das Stimmung, für die Kamera ein Durcheinander. Der Weissabgleich weiss nicht, wonach er sich richten soll, und die Figuren bekommen blaue Wangen. Ich habe das an beiden Tagen nicht sauber in den Griff bekommen und am Ende die Farbstiche stehen lassen, weil sie zur Szene besser passen als eine neutral gerechnete Fassung.

Dazu kommt die Schärfentiefe. Bei offener Blende und einer Handbreit Abstand ist die Lok scharf und der Führerstand schon nicht mehr. Ein Stativ wäre richtig gewesen. Freihändig aus der Hocke ist schneller, und genau deshalb ist etwa jedes dritte Bild leicht verwackelt.

Von 76 auf eine Handvoll

Das Aussortieren dauert länger als das Fotografieren. Verwackelt weg, falsch fokussiert weg. Dann kommt der Hintergrund: Auf einigen Aufnahmen ist hinter dem Dschungel das Kellerregal zu erkennen, mit Kisten und Kartons. Ein wenig Unschärfe rettet das, ein zu weiter Bildwinkel nicht.

Übrig bleibt gut ein Dutzend Bilder, die ich zeigen mag, und ein einziges, das aussieht wie das, was ich beim Aufbauen im Kopf hatte: die grüne Lok mit der Nummer 99 280 in der Kurve, aufgenommen am zweiten Tag, kurz bevor ich angefangen habe, alles wieder abzuräumen.

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